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Die Musik – eine Kunst des Imaginren

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Musik-Konzepte Sonderband 12/2016

Tadday, Ulrich, ed

Die Musik wird allgemein entweder als eine realistische oder eine abstrakte

Kunst verortet. Dieser Annahme stellt der diesjährige Sonderband die Frage

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Details für „Die Musik – eine Kunst des Imaginären“

Musik-Konzepte Sonderband 12/2016

Tadday, Ulrich, ed

Die Musik wird allgemein entweder als eine realistische oder eine abstrakte

Kunst verortet. Dieser Annahme stellt der diesjährige Sonderband die Frage

entgegen, ob und wie sich Orte der Musik im Gefüge von Vorstellung,

Imagination, Phantasma, Intuition und dem Imaginären bestimmen lassen. Wurde

der Einbildungskraft die Funktion zugeschrieben, absente Wirklichkeit in der

Vorstellung präsent werden zu lassen, sodann Welten oder ‚Geisterreiche‘

unabhängig von Realität hervorzubringen, so bezeichnet das Imaginäre – sei es

ein ästhetisches oder politisches – einen an sich bedeutungslosen, leeren

Zwischenraum, eine ‚Wahrnehmungslücke‘, die aus je anderer Sicht geschlossen

wird. Die weiße, auf ihre scheinbar koordinative Randeinfassung reduzierte

Seekarte aus Lewis Carrolls ‚The Hunting of the Snark‘ artikuliert diesen

Projektionsraum des Imaginären. Roland Barthes hat in diesem Sinn den

Eiffelturm ‚funktionslos‘ genannt, weil ihm Bedeutung und starker

Symbolgehalt nur von außen zugesprochen wird. Nach Wolfgang Iser ist die

Intensionslosigkeit des ‚leeren Zeichens‘ grundlegend für das Imaginäre, dem

Sinn von Aktivierungsfeldern unterschiedlichster Art zugewiesen wird. Diesen

Feldern in Form imaginärer Szenen und Räume – flankiert von Philosophie und

Kunsttheorie – in der Musik von Hildegard von Bingen über Richard Wagner bis

hin zu Pierre Boulez, Mark Andre und Manos Tsangaris nachzugehen, gilt das

Interesse dieses Sonderbandes.

Besetzung: Musikbücher, Musikwissenschaft
Erscheinungsjahr: 2016
Schwierigkeit: 0

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