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KlangZeiten Band 11
Altenburg, Detlef, ed
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Details für „Die Ausbildung von Kirchenmusikern in Thüringen 1872-1990“
KlangZeiten Band 11
Altenburg, Detlef, ed
Berg, Michael, ed
Massow, Albrecht, ed
Die Kirchenmusik war im 19. und 20. Jahrhundert häufig der Ort, wo Kirche und
Welt ganz unmittelbar aufeinandertrafen. Als Teil der Kirche, der weit in die
säkulare Gesellschaft hineinreicht, kam der Kirchenmusik auch eine
politische Geltung zu. So genoss das Kirchenmusikwesen als
Komponente im öffentlichen Schulwesen und als Teil staatlicher Kulturpflege
sowohl im Zeitalter der Säkularisierung als auch während der antikirchlichen
Diktaturen des letzten Jahrhunderts einen gewissen Schutz. Auf Seiten der
Kirchen entwickelte sie sich zu einem wichtigen Öffentlichkeitsfaktor. Staat
wie Kirche diente sie mitunter als ‚Verhandlungsmasse‘. Folglich spiegelt die
Kirchenmusik das wechselhafte Verhältnis von Staat und Kirche wider.
Besonders gilt dies für das kirchenmusikalische Ausbildungswesen, da in
diesem Bereich Staat und Kirche zu allen Zeiten, auch in den Jahren der
NS-Diktatur und der DDR, zusammenarbeiteten.
Die vorliegende Studie liefert ein erstes Gesamtbild des kirchenmusikalischen
Ausbildungswesens in Thüringen im 19. und 20. Jahrhundert, wobei neben
künstlerischen Aspekten und Personen auch Struktur und Organisation der
Kirchenmusik betrachtet werden. Welche Auswirkungen hatte die Politik der
jeweils herrschenden Staatsmacht bzw. die der Kirche auf das
kirchenmusikalische Ausbildungswesen? In welchem Verhältnis standen Staat und
Kirchenleitungen generell zum Kirchenmusikwesen? Welche Impulse kamen
wiederum von Seiten der Kirchenmusik hinsichtlich der öffentlichen
Kulturpflege, des kirchlichen Konsolidierungsprozesses nach 1918 oder in
Bezug auf die kirchenpolitischen Entwicklungen nach 1933 bzw. 1945?
| Besetzung: | Musikbücher, Musikwissenschaft |
| Erscheinungsjahr: | 2013 |
| Schwierigkeit: | 0 |






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