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Quintendiskurse Das Quintparallelenverbot in Quellentexten von 1330 bis heute

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Studien und Materialien zur Musikwissenschaft Band 106

Redaktionelle Mitarbeit: Sebastian Rose

Das Quintparallelenverbot ist eine Kontrapunktregel, die heute jeder

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Studien und Materialien zur Musikwissenschaft Band 106

Redaktionelle Mitarbeit: Sebastian Rose

Das Quintparallelenverbot ist eine Kontrapunktregel, die heute jeder

professionell mit Musik Beschäftigte im Studium kennenlernt. Weniger bekannt

ist der Sachverhalt, dass die Regel bereits 1330 erstmals im Kontext einer

mündlich geprägten Praxis kontrapunktischen Singens formuliert wurde. Ihre

historische Entstehung wurde nicht im kulturellen Gedächtnis europäischer

Musik verankert.

Der vorliegende Band füllt diese Erinnerungslücke, indem er die annähernd

siebenhundertjährige Geschichte des Verbots anhand von sechzehn Quellentexten

und ausführlichen musik-, kultur- und medienwissenschaftlich fokussierten

Kommentaren präsentiert. Dabei eröffnen sich u.a. überraschende Einblicke in

die Hör- und Mediengeschichte der europäischen Musik. Wegen der weitgehenden

Unveränderlichkeit der Regel über einen langen Zeitraum lassen sich

zeitabhängige Zuschreibungen besonders klar erfassen. An die Stelle einer

ausschließlich kausalen Begründungsmustern folgenden musikalischen

Fortschrittsgeschichte tritt so eine Geschichte der Übersetzungen oder

Verschiebungen, die berücksichtigt, dass historischer Wandel durch

Informationsverluste und Übersetzungsfehler geprägt ist.

Die Bandbreite der Textsorten reicht von mittelalterlichen Traktaten über

einen der ersten Science Fiction-Romane bis zur satirischen Schrift, einer

musik- ebenso wie einer naturwissenschaftlichen Studie und einem Künstlertext.

Besetzung: Musikbücher, Musikwissenschaft
Schwierigkeit: 0
Erscheinungsjahr: 2021

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